Freitag, 6. Februar 2015
Beginn
storybell, 21:52h
Kalt. Kalt strömt das blaue Wasser in meinen Mund und in meine Nase ein, füllt meine Lunge. Meine Haut wird kalt, meine Lippen blau. Das Blut gefriert mir in den Adern, mein Kopf und meine Gedanken erfüllt von Panik. Man hat immer geglaubt, dass man in den Augenblicken vor dem Tod ruhig ist, man sich nur an das erinnert was einen glücklich gemacht hat, und dann keinen Schmerz spürt. Ich spüre den Schmerz, und ich habe kein Lächeln im Gesicht. Ich versuche zu schreien, doch selbst das verschlimmert den Schmerz nur noch. Der Sauchstoff ist schon seit einer Weile knapp, und doch werde ich nicht bewusstlos, muss den Schmerz spüren, mich von ihm zerstören lassen. Ich will nach oben schwimmen, atmen. Doch ich weiß schon seit langem nicht mehr wo oben und wo unten ist. Und mein Körper ist so schwer, so viel schwerer als sonst, will mir nicht gehorchen, lässt mich im Stich als schwarze Punkte vor meinen Augen erscheinen, als ich immer tiefer sinke, immer weiter sterbe. Ich schaffe es die Augen zu schließen, will mich erinnern, an meine Freunde, Familie, doch ich kann nicht. Kein Bild erscheint vor meinen Augen, kein bekanntes Lachen ertönt in meinem Kopf, nur Stille, und der Tod der mir seine Arme entgegenstreckt. Ich öffne meine Augen wieder, gebe den Kampf auf, füge mich meinem nahenden Ende, bin bereit zu sterben, und sehe sein Gesicht. Ich habe dieses Gesicht noch nie zuvor gesehen, und doch kenne ich es als seie es mein eigenes. Ich sehe das Gesicht der Person die mich bei den Händen packt und hinter sich herzieht, dieses Gesicht ist das letzte was ich sehe bevor ich endlich ohnmächtig werde...
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